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Seit 1998
Jedes Stück Anne Black wird von Hand gefertigt. Nicht als Marketing-Versprechen — als Tatsache. In einer Werkstatt in Vietnam, gegründet von Anne selbst, formen Handwerker Porzellan nach Entwürfen aus Kopenhagen. Jede Tasse, jeder Haken, jede Vase trägt die Spuren der Hände, die sie geschaffen haben.

Anne studierte an der Dänischen Designschule (heute die Königliche Dänische Akademie) und schloss 1996 ab. Ihre Abschlussarbeit über chinesische Kunst führte sie in eine Keramikwerkstatt — und weckte eine Faszination für Porzellan, die nie nachließ.
Die Erwartungen waren bescheiden. Ihre Lehrer sagten ihr leise, dass man von Keramik nicht leben könne. Anne sah das anders.
Sie begann in gemeinschaftlichen Werkstätten in Kopenhagen, formte Unikate und lieferte sie selbst per Fahrrad an eine Handvoll Geschäfte aus. 1998 gründete sie Anne Black. 2005 eröffnete sie ihre eigene Werkstatt auf Vesterbro in Kopenhagen.

Im selben Jahr — 2005 — gründete Anne zusammen mit Handwerkern und der Familie Hang eine Keramikwerkstatt in Bat Trang, einem Dorf nördlich von Hanoi, das seit Jahrhunderten für seine Keramiktradition bekannt ist. Die Familie Hang produziert Keramik seit sieben Generationen. Das Projekt wurde von Danida unterstützt — der dänischen Entwicklungsorganisation.
Was als Zusammenarbeit begann, wurde zu einer Freundschaft, die bis heute trägt. Jedes Stück — ob Wandhaken, Möbelknopf, Tasse oder Vase — wird in Bat Trang von Hand gedreht, modelliert und bemalt. Mehr als 30 Farben, kein Stück identisch.
Das ist nicht Massenproduktion mit Handwerks-Label. Es ist echtes Handwerk.

2009
2009 besuchten Königin Margrethe II. und Kronprinzessin Mary die Anne Black Werkstatt in Bat Trang während eines Staatsbesuchs in Vietnam — eine Anerkennung einer Zusammenarbeit, die auf Vertrauen, Können und sieben Generationen Keramiktradition aufgebaut ist.

Bolig Magasinet Design Award: „Kunsthandwerkerin des Jahres“. Die Jury: „Anne schafft Handwerk auf Augenhöhe mit dem Benutzer. Ihre Produkte nehmen den Alltag als Ausgangspunkt.“
Wohltätigkeitsausstellung in den Omotesando Hills, Tokio — handgefertigte Collagen zugunsten der Erdbeben- und Tsunamihilfe in Japan.
Limitierte Kollektion für Isetan, Tokio. Zusammenarbeit mit Akira Minagawa, Gründer der japanischen Modemarke minä perhonen — gemeinsam entstandene Objekte unter dem Titel „Forest in the Ocean“, gezeigt in Kopenhagen und Tokio.
Porträtiert in „50 Years — 50 Voices of Design“ — dem Jubiläumsbuch der Designschule Kolding zum 50-jährigen Bestehen. Das Buch würdigt 50 Absolventen, die das Designfach in Dänemark geprägt haben.
KH-Preis der Dänischen Kunstfonds (Statens Kunstfond) zusammen mit Kasper Würtz — für den Beitrag zur Sicherung der geistigen Eigentumsrechte von Kunsthandwerkern und Designern.
2026 eröffnet Anne Blacks Studio Store in der Tullinsgade 21 auf Frederiksberg in Kopenhagen, Dänemark. Ein kuratierter Raum, in dem Annes Porzellan neben ausgewählten Stücken dänischer und internationaler Designer steht. Kein gewöhnlicher Laden — ein Ort, an dem man Handwerk sehen, anfassen und verstehen kann.

2023 entschied der Oberste Gerichtshof Dänemarks zugunsten von Anne Black in einem wegweisenden Fall über Designschutz — nach einem siebenjährigen Rechtsstreit. Das Urteil setzte neue Maßstäbe für den Schutz geistigen Eigentums im dänischen Design.
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