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2016 entdeckte Anne Black ihre Entwürfe im Sortiment von Netto — einer der größten Einzelhandelsketten Dänemarks, Teil der Salling Group. Drei ihrer Stücke waren kopiert worden. Was folgte, waren sieben Jahre vor Gericht — bis zum Obersten Gerichtshof.
Die drei kopierten Stücke — die Bloom Vase, die Contain Deckeldose und die Grow Hängevase — waren nachgefertigt und bei Netto zum Bruchteil des Preises verkauft worden. Gleiche Form, gleiche Proportionen, gleicher Ausdruck. Industrielle Kopien eines handgefertigten Originals.
Anne hätte es hinnehmen können. Die meisten Designer tun das — weil ein Rechtsstreit gegen einen Großkonzern teuer ist, lang dauert und ungewiss ausgeht. Der Fall wurde von Akademikerne und Dansk Industri unterstützt, die seine Bedeutung für die gesamte Designbranche erkannten.
Anne klagte trotzdem. Sieben Jahre lang.
2019 gab das Handels- und Seegericht (Sø- og Handelsretten) Anne Recht und sprach 1,5 Millionen Kronen Schadensersatz zu. Die Salling Group legte Berufung ein.
2020 bestätigte das Obergericht (Østre Landsret) das Urteil, reduzierte aber den Schadensersatz auf 300.000 Kronen.
Am 22. März 2023 entschied der Oberste Gerichtshof Dänemarks (Højesteret) endgültig: Anne Black erhielt 1 Million Kronen Schadensersatz — plus 588.484 Kronen Prozesskosten über alle drei Instanzen. Das Gericht berücksichtigte nicht nur den Gewinn, den Netto mit den Kopien erzielt hatte, sondern auch die Marktstörung und den Schaden an Anne Blacks Marke.
Das Urteil setzte neue Maßstäbe für den Schutz von Designrechten in Dänemark.
Das Video, das den Fall öffentlich machte, wurde über eine Million Mal gesehen.

66,64 €
Die Vase, die alles begann. Handgedrehtes Porzellan, entworfen in Kopenhagen. Die Form, für die Anne sieben Jahre kämpfte.

47,12 €
Aufbewahrung als Designobjekt. Jeder Deckel sitzt anders — weil jedes Stück von Hand gefertigt wird.

47,60 €
Die Hängevase, deren einzigartige Form vom Obersten Gerichtshof als urheberrechtlich geschützt anerkannt wurde.
Wenn Sie ein Stück von Anne Black in der Hand halten, halten Sie etwas, das geschützt ist — nicht durch ein Marketingversprechen, sondern durch das höchste Gericht eines Landes.
Am 3. Oktober 2024 erhielt Anne Black den KH-Preis der Dänischen Kunstfonds (Statens Kunstfond) zusammen mit dem Keramiker Kasper Würtz. In der Begründung des Ausschusses heißt es:
„Anne Black und Kasper Würtz setzen Worte und Handlungen hinter ihre künstlerische Integrität und schützen ihre Produktrechte in einer Realität, in der Kopieren weite Spielräume hatte. Sie haben beide wesentlich dazu beigetragen, die Anerkennung der Urheberrechte von Kunsthandwerkern und Designern zu sichern. Und nicht zuletzt hat ihr Einsatz Debatte und Aufmerksamkeit bei Verbrauchern über die besonderen Qualitäten des dänischen Kunsthandwerks und Designs geschaffen.“
Ihr Einsatz führte unter anderem zur Gründung des „Vereins für den Rechtsschutz von Architektur, Design und Kunsthandwerk“ (Foreningen for Retsbeskyttelse af Arkitektur, Design og Kunsthåndværk) und der unabhängigen Beschwerdestelle „Designnævnet“.
Das ist kein Massenprodukt, das so tut, als wäre es handgemacht. Es ist handgemacht — und es ist geschützt.